Seit mehr als 2000 Jahren werden die Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und die Akupunktur in Asien angewandt und ständig weiterentwickelt. In der westlichen Welt findet die Akupunktur in den letzten Jahrzehnten in allen Bereichen der Medizin immer mehr Verbreitung, so auch in der Augenheilkunde.
Das Wort Akupunktur kommt aus dem lateinischen von acus = Spitze, Nadel oder Punkt und pun-gere = stechen. Die Methode wird demzufolge auch als "Nadelpunktierung" bezeichnet. Die Lehre der Akupunktur geht davon aus, dass die Körperenergie, die auch Qi genannt wird, auf den als Leitbahnen bezeichneten Energiebahnen durch den Körper fließt. An mehreren Punkten öffnen sich diese Leitbahnen durch die Haut. Dort - an den Akupunkturpunkten - versucht man, durch äußere Reize, wie das Stechen mit Nadeln, auf den Energiefluss in den Leitbahnen einzuwirken und einen Überschuss oder Mangel an Qi auszugleichen.
In der klassischen Akupunktur sind 14 Hauptleitbahnen mit 361 Akupunkturpunkten bekannt. Die von den Nadeln ausgehenden Nervenreize hemmen die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Rückenmark. Nach der Nadelung werden vermehrt körpereigene, schmerzhemmende Substanzen (Endorphine) und Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter) produziert, die auf die Funktion entfernt gelegener Organe einwirken. Die Durchblutung verbessert sich, die Muskulatur entspannt sich.
Vor Beginn einer Akupunkturbehandlung erfolgt in meiner Praxis eine individuelle und ausführliche augenärztliche Untersuchung, die durch eine Untersuchung nach traditionell chinesischen Gesichtspunkten ergänzt wird. Im Anschluß wird gemeinsam besprochen, ob hinsichtlich Ihrer Augenerkrankung eine therapeutische oder unterstützende Akupunkturbehandlung sinnvoll und zu empfehlen ist.
Je nach Krankheitsbild und Schweregrad der Erkrankung werden im allgemeinen mindestens 4 bis 5 Akupunkturbehandlungen à 45 bis 60 Minuten benötigt, bis eine beständige Wirkung eintritt. Zu Beginn kann die Behandlung 2mal wöchentlich notwendig sein, in der Regel findet sie bis zur Besserung wöchentlich und dann in weiteren Abständen statt. Meist sind insgesamt 10 Sitzungen notwendig.
Kinder können absolut schmerzfrei mit dem Akupunktur-LASER oder durch Aufkleben von Samenkörnchen auf die Ohrmuschel behandelt werden. Auch das Einstechen allerdünnster Akupunkturnadeln ist bereits bei kleinen Kindern nahezu schmerzfrei möglich.
Die Voruntersuchung und die Akupunktur werden individuell nach den Richtlinien der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Die Möglichkeit der Übernahme dieser Untersuchungs- und Behandlungskosten sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse vorher abklären.
Für einige Indikationen (z.B. hormonelle Migräne, Kopfschmerzen und tiefe Rückenschmerzen) übernehmen einige der gesetzlichen Krankenkassen nach Anfrage und Einzelprüfung die Akupunkturkosten.
Sprechen Sie mit uns, wenn Sie spezielle oder weitere Fragen zur Akupunktur haben.
Unter www.daegfa.de erhalten Sie weitere Informationen rund um die Akupunktur.
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